{"id":254,"date":"2017-11-28T08:53:31","date_gmt":"2017-11-28T07:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/?p=254"},"modified":"2017-12-07T09:09:34","modified_gmt":"2017-12-07T08:09:34","slug":"die-sensation-ist-perfekt-tulln-hat-wieder-einen-bundesliga-meister","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/2017\/11\/28\/die-sensation-ist-perfekt-tulln-hat-wieder-einen-bundesliga-meister\/","title":{"rendered":"Die Sensation ist perfekt: Tulln hat wieder einen Bundesliga-Meister!"},"content":{"rendered":"<p>Kein Drehbuchautor h\u00e4tte die Dramaturgie dieses Finales spannender schreiben, kein Regisseur packender inszenieren k\u00f6nnen: Erst mit dem allerletzten Versuch der Konkurrenz \u00fcberholt unser Team den Top-Favoriten SK V\u00f6est Linz und gewinnt mit einem Hauch von 0,55 Punkten Vorsprung den Bundesliga-Titel 2017!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor genau drei Jahren beschlossen HSV-Sektionsleiter Stefan Weindl und FAC Gitti-City Stockerau-Chef Andreas Leister, etwas Neues zu wagen: eine blutjunge Mannschaft aus den eigenen Reihen im Alter von 14 bis 20 Jahren f\u00fcr die Bundesliga aufzubauen. Ohne Legion\u00e4re, ohne Zukauf, ohne \u00e4ltere Athleten. Ziel sollte sein, in etwa f\u00fcnf Jahren um den Titel mitk\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. Doch dann ging alles viel schneller\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits im ersten Jahr konnten wir uns mit respektablen 1.526,76 Punkten \u00fcber den dritten Podestplatz freuen. Im zweiten Jahr dann ein gro\u00dfer Leistungssprung: mit 1.679,02 Punkten kamen wir bereits bis auf 53 Punkte an die Linzer Seriensieger heran und beendeten die Saison mit dem Vizemeistertitel. Den unerwarteten Zugang und die Integration des Asylwerbers Aslanbek Arsimerzayev, ein ehemaliger Weltklasse-Athlet aus Kasachstan, sahen wir dabei nicht als Bruch in unserer Linie als vielmehr eine menschliche Verpflichtung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann 2017. Souver\u00e4ne Vorrundensiege. Erstmals das Knacken der 1.700 Punkte-Schwelle. Und schlie\u00dflich die letzte Vorrundenbegegnung beim direkten Kontrahenten in Linz. Im Rei\u00dfen noch ein knapper R\u00fcckstand, drehten wir im Sto\u00dfen die Partie und siegten mit 16,72 Punkten Vorsprung \u2013 ein Hauch von sehr wenig, umgerechnet etwa 14 Kilogramm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Endlich ist es soweit. Das Finale. Wie viel konnten die Werkssportler aufholen? Welche Reserven w\u00fcrden wir noch aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen? Die 1. von 3 Finalgruppen. F\u00fcr die Linzer steht eine Leistungsgutschrift f\u00fcr WM-Starter Sargis Martirosjan. Der zweite Starter, Michael Rottner, l\u00e4sst im Vergleich zur Vorrunde rund 4,5 Punkte liegen. Bei uns beginnt Maximilian Moldaschl mit souver\u00e4nen 106 kg Rei\u00dfen. Dann die Schrecksekunde: beim Versuch, mit 111 kg eine neue Bestleistung aufzustellen, verliert Max kurz die Kontrolle und greift sich an den R\u00fccken. Was ist passiert? In der Zwischenzeit gelingen Mario P\u00f6ttinger 5 kg mehr als in Linz. Im Sto\u00dfen wartet alles auf Max. Er scheint entschlossen, nagelt 125 kg auf die Treppe. Ob er die Verletzung sp\u00fcrt oder einfach weggepackt hat \u2013 sein Siegeswille ist un\u00fcbersehbar: neue Bestleistung mit 131 kg! Mario legt mit 135 kg nach, macht insgesamt 11 Punkte mehr als in Linz. Im Total dieser Gruppe haben wir den Vorsprung um gut 13 Punkte ausgebaut. Es schaut gut aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Gruppe. Der Angriff des SK V\u00f6est. Robert Wachet und Manuel Peitl verbessern sich im Vorrundenvergleich um unerwartete 31 (!) Punkte. EM-Starter Florian Koch und Aslanbek Arsimerzayev erwischen hingegen nicht ihren allerbesten Tag. Aber sie k\u00e4mpfen. K\u00e4mpfen um jedes Kilogramm. Mit letztem Einsatz. Gegen\u00fcber dem Linz-Kampf verlieren sie nur etwa 3,5 Punkte, praktisch nichts. Dennoch, aufgrund der Sonderleistungen von Wachet und Peitl liegen die Blauen nun sogar knapp in F\u00fchrung. Die Entscheidung muss in der letzten Gruppe fallen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Gruppe. Die Nervenprobe. F\u00fcr Linz am Start Manuel Littringer, ein Bei\u00dfer, einer, die nie aufgibt. F\u00fcr uns der st\u00e4rkste Nachwuchs-Gewichtheber \u00d6sterreichs, Philipp Forster, der, der\u2019s mit seiner Coolness richten soll. Littringer startet mit 127 kg Rei\u00dfen in seinen Wettkampf. Forster ist offensichtlich \u00fcbermotiviert \u2013 er rei\u00dft sein Anfangsgewicht von 154 kg hinten durch, Fehlversuch. Littringer scheitert an 132 kg. Wieder Forster. Jetzt versucht er zu dosieren. Zu viel, die Hantel fliegt vorne runter. Um Gottes Willen, platzen nun all unsere Tr\u00e4ume? Littringer scheitert auch in der Ausbesserung. Ein Hoffnungsschimmer, sind die gewerteten 127 doch um 9 kg weniger als in der Vorrunde, aber nur, wenn Philipp seinen letzten Rei\u00dfversuch zustande bringt. Er ist konzentriert, er wirkt cool, er macht alles wie immer. Und jetzt sind sie da! Kurzes Warten in der Hocke, stabilisieren, aufstehen, grinsen, an den Kopf greifen, jubeln. Die Chance ist intakt, der R\u00fcckstand aufholbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sto\u00dfen. Littringer beginnt mit g\u00fcltigen 156 kg, Forster mit souver\u00e4nen 185 kg. Wir sind nur noch ganz knapp hinter V\u00f6est. Littringer riskiert. 162 kg. Es sieht schwer aus, aber er schafft es \u2013 neue Bestleistung. Nun brauchen wir 196 kg, um die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen. Es sieht so spielerisch aus. Philipp wirkt heute in der Verfassung, alles zu k\u00f6nnen, was n\u00f6tig ist. Viele sind der Meinung, wir sind schon durch, bei Manuel gehe ohnehin nichts mehr. Doch der fordert 164 kg. Und tats\u00e4chlich: er steht mit der Last auf, bringt sie mit letzter Kraft \u00fcber den Kopf, tanzt ein paar Schritte, bis er in die geforderte Ruheposition kommt. Das Ab der Schiedsrichter, das Gr\u00fcn der Anzeigetafel, der unb\u00e4ndige Jubel der Linzer. Sie haben alles gegeben. Jetzt liegt es am allerletzten Versuch. Jetzt liegt es an Philipp. Was geht wohl in seinem Kopf vor? Man sieht es nicht, man sp\u00fcrt es nicht, er ist einfach eine coole Socke. Geht konzentriert zur Hantel, z\u00f6gert nicht lange, setzt leicht um, wartet kurz, st\u00f6\u00dft aus und spannt dagegen \u2013 ein Bilderbuchversuch. Der Bundesliga-Titel!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>32 Jahre ist es her, dass eine N\u00d6 Wettkampfgemeinschaft Bundesliga-Meister wurde. Damals war es ebenso sensationell und kaum weniger spannend. Federf\u00fchrend 1985 \u00fcbrigens Leopold H\u00f6ller, der Vorg\u00e4nger von Weindl. Vielleicht ist es ja gerade das Talent der Lebarner Gewichtheber-Chefs, ein Gesp\u00fcr f\u00fcr sinn- und wertvolle Kooperationen zu haben. Obwohl: die besten Kooperationen n\u00fctzen nichts, wenn man nicht Athleten wie Philipp Forster, Florian Koch, Maximilian Moldaschl, Aslanbek Arsimerzayev, Mario P\u00f6ttinger und Ersatzmann Florian Doppler hat. Was diese Burschen in den letzten drei Jahren geleistet haben, ist einfach sensationell. Genauso wie der Titel, den sie nun verdient gewonnen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/gesamt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download Wettkampf Protokoll Finale<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kraftsport-tulln.at\/2017\/11\/25\/die-sensation-ist-perfekt-tulln-hat-wieder-einen-bundesliga-meister\/\">https:\/\/www.kraftsport-tulln.at\/2017\/11\/25\/die-sensation-ist-perfekt-tulln-hat-wieder-einen-bundesliga-meister\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Kein Drehbuchautor h\u00e4tte die Dramaturgie dieses Finales spannender schreiben, kein Regisseur packender inszenieren k\u00f6nnen: Erst mit dem allerletzten Versuch der Konkurrenz \u00fcberholt unser Team den <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/2017\/11\/28\/die-sensation-ist-perfekt-tulln-hat-wieder-einen-bundesliga-meister\/\" title=\"Die Sensation ist perfekt: Tulln hat wieder einen Bundesliga-Meister!\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":256,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":257,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions\/257"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/256"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.moldaschl.cc\/max\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}